Die Quebbemanns

Eigentlich wollte ich nur jagen gehen ...

 

   ...aber nach Jahren der Jagdpraxis und unzähligen Treibjagden auf denen ich immer wieder begeistert war, wie schön eine Jagd doch mit gut geführten Hunden ist, reifte die Idee mir auch einen Hund anzuschaffen.

 

 

 

Da zu unserer Familie auch noch 2 Ponys samt Nachzucht gehörten, musste erst einmal der hinzukommende Zeitaufwand von allen 4 Quebbemanns abgesegnet werden.

 

      ...es hätte mich gewundert wenn es Diskussionen gegeben hätte.

 

Im Kreise der Familie wurde beratschlagt, denn mir war klar, dass zwar ich den Hund jagdlich führe, den Großteil der Zeit jedoch die Familie mit dem Hund verbringt. Insofern stand die Sympathie zwischen der Rasse und Familie im Vordergrund.

 

Bücher wurden gemeinsam gewälzt und vor allem, erfahrene Hundeführer um Ratschlag gefragt.

Per Ausschlußverfahren (jagdliche Eignung für unser Niederwildrevier, Familientauglichkeit und natürlich Aussehen) blieben letztlich nur wenige Rassen übrig.

Durch einen Freund wurden wir dann auf einen Wurf „Große Münsterländer“ im Zwinger vom Hermannshof aufmerksam.

 

Da wir erst am Anfang der Suche waren, wollten wir auch nur gucken fahren...

 

     ...dann aber zog Eika vom Hermannshof bei uns ein.

  

Jetzt war intensives Training erforderlich. Die ersten Wochen der Welpenprägung gingen noch relativ entspannt ab denn die Schuhe waren eh alt und wenn es die Guten waren; wir hätten sie ja wegstellen können. Auch die Gummistiefel hatten schon Löcher und die Bereifung des Rasenmähers musste sowieso neu. 

Der Benimmkurs nach „Knigge“ stellte uns Anfangs vor Herausforderungen.

Die erforderliche Konsequenz musste auch von uns gelebt werden.

 

Schnell merkte ich das ich als Erstlingsführer, ohne entsprechende Anleitung mehr Arbeit als nötig aufwende und vor allem zur falschen Zeit das Falsche vom Hund verlange. Auch ich stand somit am Anfang der Ausbildung.

 

Dank hervorragender Unterstützung durch die Ausbilder des JGV-Osnabrück e.V. konnten wir im März 2010 dann aber eine saubere Jugendsuche (VJP) mit herrlich anzusehender Hasenspur hinlegen.

 

Die weiteren Vorbereitungen zur HZP im gleichen Jahr und zur VGP im Folgejahr wurden dann auch mit Unterstützung des JGV-Osnabrück erfolgreich absolviert. Hierfür an alle Beteiligten nochmals ein großes Dankeschön.

 

Nicht zu vergessen ist der eigentlich wichtigste Teil der Ausbildung; die familiäre  Prägung und Unterordnung im "Rudel". Dieses wurde mit viel Spaß, Elan und Erfolg von meiner Frau Elfriede, Tochter Lena und Sohn Felix vorgenommen. Schade das es hierfür keine Prüfung gibt denn die Ergebinsse würden die vorangegangnen Wertungen in den Schatten stellen. Aus der Familie ist Eika heute nicht mehr wegzudenken.

 

Wie Anfangs erwähnt, hatte ich gut geführte Hunde auf verschiedenen Jagden immer mit Freude beobachtet. Mir war jedoch nicht annähernd bewusst, dass die Jagd mit einem eigens ausgebildeten Hund, eine solch intensive, aufeinander geprägte und abgestimmte Zusammenarbeit möglich macht.

Das im Vorfeld eingebrachte gegenseitige Vertrauen, wird im Jagdbetrieb, bei dieser Rasse mit hervorragenden Stöber-, Vorsteh- Schweiß- und Bringarbeiten mit Passion gelebt.

 

Heute ist für mich jagen ohne einen Schwarz-Weissen nicht mehr vorstellbar.